Es ist unglaublich viel los am Geissbockheim und wer sich nicht nur für talentierte Neuzugänge und Verabschiedungen von ehemaligen Hoffnungsträgern beschäftigt, bekommt genug Futter um die Prophezeiung für die Zukunft bunt, kariert oder quadratisch, praktisch, gut auszumalen.
Nachdem die “Problematik” mit dem ersten Heimspiel gegen Sandhausen und die – aus meiner Sicht – überzogene Strafmaßnahme des DFB geklärt wurde (Dauerkartenbesitzer können tauschen, spenden oder einfach dabei sein; der Rest bleibt draußen), taucht beim KSTA (HIER) ein neues hoch interessantes Thema auf.
Der 1.FC Köln und sein neuster oberster Priester Herr Spinner suchen seit dem viel besungenen Neuanfang den Dialog mit den Fans. Da gibt es kaum zwei Meinungen, dass dies eine hervorragender Plan ist und soweit man den Gesprächen in den Kneipen und Gassen glauben darf, überall sehr positiv bewertet wird. Zum Dialog mit den Fans gehört auch, dass die Krawallos – nein, diese nenne ich nicht Fans – identifiziert werden und ihnen die Möglichkeit für Störungen unmöglich gemacht werden. Ein wichtiges Zeichen für die Fan-Kultur im Ganzen und auch für die jungen heranwachsenden Fußball-Fans.
Jetzt darf der FC Fan nun lesen, dass die Zäune rund ums Stadion verstärkt und abgehangen werden sollen, die Kontrolle verschärft und – jetzt kommt es – ein SCHNELLGERICHT im Stadion eingerichtet werden soll. “Du hast Ärger gemacht, 30 Sozialstunden oder 2 Tage Knast.” Ein gewagter und vielleicht doch etwas übertriebener Plan. Wenn dieser überhaupt rechtlich und organisatorisch umsetzbar ist.
Was wäre der nächste Schritt? Die Zäune würden durch Mauern ersetzt. Es wird eine Uniform für FC-Fans festgelegt und in der FC-Talentschmiede würden die jungen Spieler auf den FC gedrillt…..”FC Köln gut, Bayer 04 schlecht, FC Köln gut, Bayer 04 schlecht….!” Zwischen Geissbockheim und Stadion würden große Wohnblöcke für die eingefleischten FC Fans errichtet (Mauererweiterung) und vor jedem Spiel würde eine FC Messe gelesen. Letztendlich würde die Welt neu aufgeteilt: Der 1.FC Köln und der Rest – wenn das überhaupt neu ist!
Bevor es jetzt zu einem großen Sturm der Entrüstung kommt: Das ist alles übertrieben und ich glaube nicht, dass der Herr Spinner eine Sekte oder eine neue DDR (besser DKR) errichten möchte. Jedoch halte ich es für genau so übertrieben, ein Schnellgericht ins Stadion zu bringen. Niemand entscheidet sich erst im Stadion kriminell zu werden. Das Übel muss an der Wurzel gepackt werden und jeder Fan muss wissen, warum er ins Stadion geht, um den 1.FC Köln zu unterstützen.
Ich bin gespannt mit welchen waghalsigen Ideen der Herr Spinner und co. noch um die Ecke kommen werden. Bislang kann man ihnen nichts vorwerfen. Engagiert, neue Ideen! Kohle für gute Spieler ist eben nicht da, darum kein Vorwurf. Es wird die neue Saison zeigen, ob einiges Gold ist, was aktuell glänzt. Denn letztendlich wird es wie immer sein: Ein Verein ist nur so gut wie der Tabellenplatz es zeigt!
Dazu weiterer Link zum Thema: effzeh.com
Link und Beitrag zum anstehenden Trainingslager: fcfp.de
Ein Beitrag zu aussichtslosen Lage beim FC findet sich natürlich bei bild.de (Vielleicht kann man die Mauern ums Stadion herum als zusätzliche Werbefläche verpachten, so dass die von bild.de vorhergesagte Krisensaison ein wenig besser wird)